Verhütungsmöglichkeiten

  • Ovulationshemmer: oder auch Pille, wird täglich für 21 Tage eingenommen. 7 Tage Pillenpause. ( Bei einigen Präparaten ist die Einnahme auch im Langzyklus möglich ). Einnahme sollte ungefähr zur gleichen Tageszeit erfolgen. Enthält meist Östrogene ( Ethynilestradiol ) und Gestagene. Es gibt aber jetzt auch neuere Pillen mit Estradiolvalerat und einem Gestagenzusatz.
  • Minipillen enthalten nur Gestagene und werden dagegen meist über 28 Tage eingenommen. Die Einnahme muß immer zur gleichen Zeit erfolgen
  • Depot Gestagene / 3 Monatsspritze: enthält ebenfalls nur ein Gestagen. Wird alle 90 Tage gespritzt. Meist keine Monatsblutungen mehr. Nach Absetzen kann auch längere Zeit/ einige Monate keine Monatsblutung auftreten! Zeitlich begrenzter Einsatz. Sportliche Betätigung sollte erfolgen.
  • Scheidenring: Der Ring wird wie ein Tampon für 21 Tage eingelegt  und danach wieder entfernt. Sehr geringe Hormonmenge. Kann auch bis zu 3 Stunden am Tag ( falls dieser beim Verkehr stören sollte ) entfernt werden. Eine genaue Positionierung in der Scheide ist nicht erforderlich, es reicht, wenn der Ring vollständig ( wie ein Tampon ) eingeführt wird.
  • Hormonpflaster: werden über den Zeitraum von  3 Wochen entsprechend den Herstellerangaben auf die Haut geklebt. Je nach Hauttyp unterschiedliche Haftung ( eigentlich schwimmbadgeeignet ),  Allergie auf Pflaster möglich´.
  • Kupferspirale: wird beim Abklingen der Periode gelegt. Enthält keine Hormone. Wird nach circa 3 Jahren wieder entfernt. Periode und Regelschmerzen sind meist etwas stärker als ohne Spirale. Daher eher nicht für Patientinnen zu empfehlen, die bereits ohne Spirale deutliche Menstruationsbeschwerden haben.
  • Kupferkette: ähnlich wie Kupferspirale aber nach ersten Ergebnissen kaum Veränderung der Blutungsstärke. Noch relativ wenig verbreitet auch auf Grund einiger Besonderheiten.
  • Hormonspirale: kann für 5 Jahre belassen werden. In den ersten Monaten häufiger auch Schmierblutungen, danach nur sehr geringe oder keine Monatsblutungen mehr. Setzt täglich nur eine geringe Hormonmenge frei, die lokal auf die Gebärmutterschleimhaut wirkt. Wird ebenfalls beim Abklingen der Periode gelegt.
  • Hormonpreßlinge unter der Haut: Ein Hormonstäbchen wird direkt unter die Haut gespritzt und setzt dann täglich eine geringe Hormonmenge frei. Zwischenblutungen können auftreten. Das Hormonstäbchen muß nach 3 Jahren durch einen kleinen Hautschnitt wieder entfernt werden.
  • Temperaturmessung mit digitalem Thermometer oder mit Kleincomputer. Keine Hormonanwendung, jedoch Enthaltsamkeit / alternative Verhütung an einigen Zyklustagen erforderlich. Nur bei sehr regelmäßigem Zyklus anwendbar.
  • Temperaturmessung und Teststreifen: siehe auch Temperaturmessung, durch Teststreifen entstehen weitere Kosten, Genauigkeit der Testaussage aber höher.
  • Sterilisation: nur bei ganz sicher abgeschlossener Familienplanung und nur ab einem gewissen Alter möglich. Keine Hormonzufuhr. Keine Veränderung der Hormonsituation nach der Sterilisation. Es werden nur die Eileiter unterbunden, die eigene Hormonproduktion bleibt unverändert, ebenso die monatlichen Blutungen.
  • Kondome: mechanische Verhütungsmethode, können reißen oder „stecken bleiben“. Daher etwas unsicher. Jedoch Schutz vor einigen Infektionskrankheiten wie z.B. AIDS. Vorsicht bei Latexallergie.
  • Diaphragma: individuell angepasste Kappe vor dem Gebärmuttereingang. Etwas umständliche Handhabung. Wird vor dem Verkehr eingeführt und mit spermiziden Cremes benutzt. Nach dem Geschlechtsverkehr für weitere 8 Stunden belassen.  Mittlerweile auch "Einheitsgröße" auf dem Markt. Setzt sehr gewissenhafte Anwenderinnen voraus.
  • Notfallverhütung: oder auch Pille danach genannt: Diese wird einmalig möglichst bald nach dem ungeschützten Verkehr eingenommen. Ab Oktober 2009 gibt es ein neues Präparat auf dem Markt. Im Gegensatz zur bisherigen Pille danach beträgt das maximale Zeitfenster bei der neuen Pille 120 h statt 72 h nach dem ungeschützten Verkehr. Dennoch sollte die Einnahme möglichst zeitnah nach dem ungeschützten Verkehr eingenommen werden. 

Bitte beachten Sie immer auch Ihren Gesundheitszustand und Ihr Alter: Gegenanzeigen für hormonhaltige Präparate können z.B. bösartige Erkrankungen, vorbestehend Leberschädigungen, vorausgegangene Thrombose ( Blutgerinsel ) oder Thromboseneigung sein. Die genauen Gegenanzeigen entnehmen Sie bitte der dem Präparat beiliegenden Fachinformation.